Start Service und Preise Nützliche Informationen Wird das Wasser im Sommer knapp?
18 | 07 | 2018
Wird das Wasser im Sommer knapp? Drucken E-Mail

Wird das Wasser im Sommer knapp?

Immer wieder fragen besorgte Kunden, ob auch während längerer Hitzeperioden genügend Wasser zur Verfügung steht. Das kann mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden. Auch im sog. Jahrhundertsommer 2003 standen ausreichende Mengen jederzeit zur Verfügung.

Das liegt daran, dass der Wasserverband Gifhorn sein Trinkwasser aus 27 Förderbrunnen jeweils in der Nähe seiner 7 Wasserwerke gewinnt und diese Brunnen Grundwasser aus Tiefen bis zu 110 m fördern. In diesen Tiefen spielen Hitzeperioden an der Geländeoberfläche keine Rolle.


Nach dem Motto „Wasser verwenden aber nicht verschwenden“ können sich alle Kunden auch in Zukunft auf heiße Sommer freuen, ohne befürchten zu müssen, auf „dem Trockenen“ zu sitzen.

Qualität hat ihren Preis

Bei allem Komfort, den unsere Trinkwasserversorgung in Deutschland bietet, darf nicht vergessen werden, welcher Aufwand dahintersteht, deren Qualität und Quantität jederzeit auf höchstem Niveau sicherzustellen. Dabei wirken sich nicht nur die laufenden Kosten, z. B. für das Personal, den Strom oder das Wasserentnahmeentgelt (7,5 ct/m3), auf den Preis aus. Zunehmend müssen die in die Jahre gekommenen Anlagen ersetzt werden. Die Rohrnetze stammen vielfach aus den 1960er Jahren und auch in den Wasserwerken erreichen mehr und mehr Anlagenteile das Ende ihrer Nutzungsdauer.

Für all diese Investitionen muss der Verband Kredite aufnehmen, denn im Gegensatz zu früher gibt es heute für den Bau keine Fördermittel mehr und es werden auch keine Beiträge, also einmalige Zahlungen von den Kunden, gefordert. Daneben steigen bei älteren Anlagen auch die Kosten für Reparaturen an.

So wird es sehr wahrscheinlich sein, dass sich nach vielen Jahren stabiler Preise bzw. nur geringer Steigerungen der Trend steigender Entgelte fortsetzt, trotz vieler erfolgreicher Aktivitäten des Verbandes zur Kosteneinsparung.

Ein weiterer Grund für Preiserhöhungen liegt in dem immer geringer gewordenen Wasserverbrauch. Dieser lag 1990 noch bei 176 Liter pro Person und Tag, in den letzten Jahren aber nur noch bei 130 Liter pro Person und Tag. Dadurch verteilen sich die Gesamtkosten, die zum größten Teil von der Menge unabhängige Festkosten sind, auf eine kleinere Wassermenge.

Alle Ausführungen gelten sinngemäß auch für die Abwasserentsorgung.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 07. Mai 2018 um 10:12 Uhr